Wird das Bleaching beim Zahnarzt von der Krankenkasse übernommen?
Medizinisches Bleaching ist ein Verfahren, das von Zahnärzten nach einer Zahnwurzelbehandlung durchgeführt wird, wenn ein Zahn durch abgestorbene Zahnwurzeln von innen grau oder sogar schwarz geworden ist. Obwohl der Zahn gerettet werden kann, sieht er oft unschön aus. Mit einer endodontologischen Behandlung kann der Zahn jedoch wieder seine natürliche Farbe zurückerlangen. Dabei wird hochkonzentriertes Wasserstoffperoxid verwendet, normalerweise in einer Konzentration von 30 bis 35 %. Im rein kosmetischen Bleaching verwendet der Zahnarzt dagegen nur eine Konzentration von 6 %. Produkte für die Heimanwendung enthalten sogar nur 0,5 % Wasserstoffperoxid.
Die Kosten für medizinisches Bleaching können von der Krankenkasse übernommen werden, wenn dadurch auf das Überkronen des betroffenen Zahns verzichtet werden kann. Dies wäre deutlich teurer. Zahnärzte rechnen das medizinische Bleaching mit der GOZ-Nummer 2445a (internes Bleichen aufgrund medizinischer Notwendigkeit gemäß der Gebührenordnung für Zahnärzte) bei der Krankenkasse ab, wie von der Bundeszahnärztekammer vorgeschrieben.
Was kostet das Bleaching beim Zahnarzt?
Die Preise variieren je nach Art der Behandlung, wie wir in einem anderen Beitrag detaillierter erklären. Wenn es ausschließlich um die kosmetische Aufhellung der Zähne geht, handelt es sich um eine rein ästhetische Maßnahme, die medizinisch gesehen keine Notwendigkeit hat. In diesem Fall beteiligt sich weder die Krankenkasse noch eine private Versicherung an den Kosten. Patienten können verschiedene Bleaching-Methoden beim Zahnarzt auswählen und entscheiden, wie viele Zähne sie behandeln lassen möchten. Wenn beispielsweise nur die Frontzähne aufgehellt werden sollen, kann dies die Kosten senken. Die genaue Art der Behandlung wird teilweise vom Zahnarzt bestimmt, aber die Patienten haben natürlich ein Mitspracherecht.
In einigen Fällen können die Zähne stark verfärbt sein, besonders bei Rauchern. In solchen Fällen steigen die Kosten, da der Zahnarzt ein stärker dosiertes Bleichmittel verwendet und eine aufwendigere Methode anwendet. Die Kosten für ein Bleaching beim Zahnarzt können bereits bei rund 300 bis 400 Euro beginnen, können aber auch bis zu vierstellige Beträge (bis zu etwa 2.200 Euro) betragen, wenn viele Zähne einzeln und mit hochkonzentriertem Wasserstoffperoxid aufwendig gebleicht werden.
Was bietet eine private Zahnzusatzversicherung?
Private Zahnzusatzversicherungen, einschließlich PKV mit Zahnversicherung, können durchaus 90 % oder sogar 100 % der Zahnbehandlungskosten übernehmen (je nach Tarif), einschließlich ästhetischer Lösungen. Allerdings bezieht sich dies nicht auf das Bleaching (zumindest nicht auf kosmetisches Bleaching), sondern beispielsweise auf den Ersatz eines abgebrochenen Zahns, der ästhetisch beeinträchtigt aussieht. Es gibt weitere ästhetische Zahnbehandlungen, die teilweise privat versichert werden können. Stand 2022 ist jedoch kein deutscher Versicherer bekannt, der kosmetisches Bleaching abdeckt.
Welche Bleaching-Methoden kann der Zahnarzt vorschlagen?
Auch hier gehen wir in einem anderen Beitrag detailliert darauf ein. Es gibt grundsätzlich internes und externes Bleaching. Das bereits erwähnte medizinische Bleaching ist eine interne Methode, bei der der Zahnarzt das Bleichmittel in das Innere des Zahns gibt, um einem abgestorbenen Zahn seine natürliche Farbe zurückzugeben. Diese Methode wird von der Krankenkasse übernommen (siehe oben). Beim externen Bleaching wird ein Gel mit Wasserstoffperoxid auf die Zähne aufgetragen und vom Zahnarzt mit Laserlicht bestrahlt, um die Reaktion zu beschleunigen.
Auch für das Home-Bleaching gibt es eine ähnliche Methode, bei der statt des Lasers LED-Licht verwendet wird, da es für den privaten Gebrauch sicherer ist. Beim Zahnarzt müssen die Patienten eine Schutzbrille tragen. Es gibt jedoch auch andere Methoden des externen Bleachings, über die sich Patienten beraten lassen sollten.